Christine Winkler

1/9

 

“In der Arbeit Große Gefühle arbeitet Christine Winkler nur einen (gänzlich konträren) Aspekt des Spiels heraus: die Emotionen. Das eigentliche Spiel wird hier im Gegensatz zu anderen Arbeiten als nebensächlich betrachtet und ausgeklammert. Wir wissen nicht um welches Spiel es sich handelt, wir kennen keinen Gewinner, keinen Verlierer, wissen nicht, ob es überhaupt einen gibt. Trotz der Abwesenheit dieser Informationen sind wir sicher, dass die versammelten Personen spielen. Das momentane Hervorbrechen der Gefühle in einer Bandbreite von Glück, Verzweiflung, Sieg, Niederlage, Überraschung, Entdeckung bis Wut erscheint so plötzlich und spontan auf den Gesichtern, dass den Portraitierten keine Zeit bleibt, sich für die Kamera zu inszenieren.”

 

Angelika Maierhofer, aus: „Die Ästhetik des Spiels“ more»

 

Installation view, Rathaus, Graz, 2011.

 

 

 

 

“In her work Große Gefühle (Great feelings) Christine Winkler simply elaborates on one (completely contrary) aspect of the game: emotions. Compared to other works, the game itself is secondary and, in this case, excluded. We do not know which game is played; we know neither the winner nor the loser or if there is even any. Despite the lack of information we are sure that the protagonists are playing. The momentary release of emotions showing the gamut from happiness, desperation, victory, defeat, surprise, discovery to anger appears suddenly and spontaneously on the protagonists’ faces so that there is no time to set up a portrait.”

 

 

Angelika Maierhofer, excerpted from “Die Ästhetik des Spiels” (The aesthetics of the game ) more»